Das Ijsselmeer ist ein - letztendlich künstliches - Gewässer in den Niederlanden. Der See entstand 1932 durch Eindeichung der ehemaligen Zuiderzee. Das IJsselmeer ist heute gezeitenlos und ein beliebtes Segel- und Wassersportrevier. Zahlreiche pitoreske Ort laden zu Verweilen und Bummeln ein.
Am 28. Mai 1932 wurde bei 'De Vlieter' das letzte Tor geschlossen und somit das IJsselmeer geboren. An dieser Stelle steht heute ein Denkmal, welches an den Deischschluss erinnert. Aber erst am 20.September 1932 erfolgte die offizielle Einweihung und Umbenennung. Der Abschlussdeich (niederl. Afsluitdijk) ist 32km lang und 90m breit. Er trennt die Zuiderzee von der Waddenzee ab und trägt auf seiner Krone die Autobahn A7 (E22). Zwei Schleusen bei Den Oever und Kornweerd ermöglichen den Wasersportlern und der Berufsschifffahrt den Zugang zur Waddenzee und damit zur Nordsee. Genaugenommen ist der Abschlussdeich eigentlich kein Deich sondern ein Sperrwerk.
Durch die Eindeichung entstand ein gezeitenloses Gewässer. Dadurch wurde es möglich, Teile des IJsselmeer als Poldergebiete trocken zu legen. Die größten Gebiete sind die Provinz Flevoland und der Noordoostpolder. Ebenfalls wurden durch die Landgewinnung Inseln an das Festland angeschlossen. Bekannt ist hier die Gemeinde Urk, welche als streng religiöse (reformierte) Gemeinde auch heute noch an vielen Traditionen festhält und somit zu den konservatisten Gemeinden der Niederlande zählt.
Die ehemalige Zuiderzee wurde duch einen zweiten Deich (Houtribdijk) im Inneren in zwei eigenständige Wasserflächen (IJsselmeer und Markermeer) geteilt. Zwei Schleusen bei Enkhuizen und Lelystad schaffen hier die Verbindung zwischen beiden Teilen. Das kleinere, südlich gelegene Markermeer sollte ursprünglich ebenfalls trockengelegt werden.












